
Solidarität im Doppelpack – Linken-Politiker Sören Pellmann tritt der Roten Hilfe bei

Linken-Bundestagsfraktionschef Sören Pellmann bestätigte auf Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dass er jüngst dem Rechtshilfeverein Rote Hilfe beigetreten ist. Der Beitritt erfolgte aus Solidarität in doppelter Hinsicht angesichts der andauernden Vorwürfe gegen seine Berliner Parteikollegin Elif Eralp und ihrer zurückliegenden Mitgliedschaft in dem "linksextremistischen Verein", wie der Berliner Tagesspiegel kritisch anmerkt.
"Mitgliedschaft in der Roten Hilfe – Was am Skandal um Elif Eralp wirklich dran ist", so fasst das Portal T-Online den aktuellen Aufreger rund um die Bürgermeisterkandidatin der Linken in der Hauptstadt zusammen. N-tv ergänzt zur Debatte, dass der Berliner Verfassungsschutz die Rote Hilfe als linksextremistisch einstufe. Wegen der nachweislichen früheren Mitgliedschaft würden "politische Gegner" der Linken-Politikerin Eralp die Eignung als Regierende Bürgermeisterin absprechen.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sören Pellmann, erklärte nun auf FAZ-Anfrage zu den Vorwürfen gegen Eralp und die Organisation:
"Es muss in Deutschland jedem möglich sein, sich in einem Gerichtsverfahren verteidigen zu lassen. Es gibt diese NGO, damit sich das auch Menschen leisten können, die wenig oder gar kein Geld haben."
In den sozialen Medien postete Pellmann zuvor kommentarlos den Link zur Roten Hilfe.
https://t.co/tW7PMMrFb6#rotehilfepic.twitter.com/mhYNDSKYTX
— MdB Sören Pellmann (@LINKEPELLI) September 30, 2026
Eralp-Kritiker werfen der Linken-Politikerin seit Tagen in einer medialen Kampagne vor, dass sie bis zum vergangenen Jahr Mitglied eines Vereins war, "der vom Verfassungsschutz beobachtet wird", wie der Tagesspiegel dazu anmerkt. Laut der Springer-Publikation Bild würde Eralp "extrem ticken", womit auf ihr Engagement in dem Rechtshilfeverein Bezug genommen wird, der laut Bild-Vorwurf "solidarisch mit RAF, PKK und Hammerbande" sei. Der Artikel erklärt seinen Lesern:
"4.400 Mitglieder, Hilfe für mutmaßliche Straftäter, Geld für deren Prozesse und die Ansage: Redet nicht mit Polizei und Staatsanwaltschaft! Tatsache ist: Hinter dem harmlosen Vereinsnamen steckt eine der wichtigsten Strukturen des deutschen Linksextremismus."
Die "Rote Hilfe" leiste laut rbb dabei juristischen Beistand "für Aktivistinnen und Aktivisten, unterstützt Gefangene" und solidarisiere sich nach eigener Darstellung "mit politisch verfolgten Personen".
Pellmann, Linken-Politiker aus Leipzig, erklärte zu der Dynamik und der Nennung in Geheimdienstberichten, der Verfassungsschutz "sollte sich lieber um den Schutz unserer Demokratie kümmern, statt sich in politische Wertungen zu begeben".
Die Entscheidung Pellmanns, der Roten Hilfe beizutreten, könne laut FAZ-Einschätzung nun die anstehenden Sondierungsgespräche der Wahlgewinnerpartei mit den Berliner Grünen und der Hauptstadt-SPD "belasten".
Eralp hatte ihre Mitgliedschaft, die demnach zu Studienzeiten erfolgt war, am Dienstag dieser Woche nach Medienberichten mit einer ähnlichen Argumentation zugegeben und wie ihr Parteikollege Pellmann ihre Unterstützung gerechtfertigt. Im Jahr 2025 sei sie dann jedoch "wegen teilweise anderer politischer Ansichten" wieder ausgetreten.
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