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Bundesbank-Chef warnt vor KI-Modell von Anthropic – Blaupause für digitale Zentralbankwährungen?

Erst vor Kurzem gab es in den USA eine prominent besetzte Krisensitzung über das KI-Modell "Mythos" der Firma Anthropic. Die orchestriert wirkenden Stimmen der Warner vor der Anwendung werden nun lauter – will man damit die Einführung von CBDC's beschleunigen?
Bundesbank-Chef warnt vor KI-Modell von Anthropic – Blaupause für digitale Zentralbankwährungen?Quelle: RT © Urheberrechtlich geschützt

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hat vor erheblichen Risiken durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Stabilität des Finanzsystems gewarnt. Er verwies am Dienstag in Rom unter anderem darauf, dass damit auch neue und komplexe Cyberrisiken einhergingen, da autonome KI-Systeme schädliches Verhalten zeigen könnten. Das berichtet das Handelsblatt.

Die frühzeitige Erkennung und Minderung solcher Gefahren sei entscheidend für die Finanzstabilität, wie die aktuelle Diskussion um die KI "Mythos" des US-Unternehmens Anthropics verdeutliche: "Mythos" ist ein KI-Modell, das angeblich Sicherheitslücken in der Software von Finanzinstituten schnell identifizieren und beheben kann.

"Dieses KI-Modell scheint sich jedoch als zweischneidiges Schwert zu erweisen, da es nicht nur zur Verbesserung digitaler Sicherheitssysteme, sondern auch zur Ausnutzung ihrer Schwachstellen für böswillige Zwecke eingesetzt werden kann", warnte Nagel. Er fügte an: "Wir müssen den Missbrauch dieser Technologie verhindern." Gleichzeitig sollten aus seiner Sicht alle relevanten Institutionen Zugang zu ihr haben, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Die neue Anthropic-KI hat Cybersicherheitsexperten weltweit alarmiert. Sie ermöglicht es angeblich Laien, komplexe Hackerangriffe zu starten. Bei ersten Tests hatte "Mythos" Sicherheitslücken entdeckt, die trotz zahlreicher Prüfungen durch Menschen jahrelang unerkannt geblieben waren.

Tech-Kritiker und Bargeldbefürworter befürchten, dass die transatlantische Elite die selbst geschaffene "Gefahr durch KI" nutzt, um den Zugang zu Technologie zu zentralisieren, das Internet stärker zu regulieren und digitale Identitäten (oder CBDCs) unter dem Vorwand der Sicherheit zu erzwingen. Auch das Problem der gigantischen Verschuldung der Staaten im Westen, insbesondere der USA, könnte in einem geschlossenen Finanzsystem im Handstreich durch eine (Teil-)Enteignung der Guthaben der Bürger "gelöst" werden.

Die beispiellose Machtkonzentration und eine enge Verflechtung zwischen KI-Entwicklern, Big Tech und staatlichen Organen zeigte sich erst vor Kurzem in Washington. Dort beriefen US-Finanzminister Scott Bessent und Fed-Chef Jerome Powell die wichtigsten US-Bankenchefs wegen Anthropic zu einer Dringlichkeitssitzung ins Finanzministerium ein. Eingeladen waren unter anderem Jane Fraser (Citigroup), Ted Pick (Morgan Stanley), Brian Moynihan (Bank of America), Charlie Scharf (Wells Fargo) und David Solomon (Goldman Sachs). Bislang sollen rund 40 Unternehmen – in erster Linie aus dem Silicon-Valley – Zugang zu "Mythos" erhalten haben. Anthropic selbst veröffentlichte Anfang April eine besorgniserregende Analyse des Programms. Demnach könnte "Mythos" unbeauftragt in kritische Infrastrukturen eindringen – etwa in Krankenhäuser, Stromnetze oder Kraftwerke.

Befürworter von digitalen Zentralbankwährungen wie US-Stablecoins (wie Teile der FED) argumentieren, dass das aktuelle SWIFT-System und die private Bankeninfrastruktur "KI-unsicher" seien. Eine CBDC, die auf einer neuen, kryptografisch durch KI geschützten Blockchain-Architektur basiert, wie das beispielsweise auch für den digitalen Euro angedacht ist, wird als die einzige Lösung präsentiert, um das Finanzsystem vor Modellen wie Mythos zu schützen. Prominente Bundesbankvertreter hatten sich in der jüngsten Vergangenheit mehrfach für die rasche Einführung des digitalen Euros ausgesprochen – ohne erklären zu können, welchen Vorteil eigentlich die Bürger davon haben sollen.

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