
Nach Explosionen in der Ukraine: Polen lässt Kampfjets aufsteigen

Nach Meldungen über Explosionen in den ukrainischen Städten Kiew, Kriwoi Rog, Iwano-Frankowsk, Lwow, Sumy und Charkow hat Polen seine Kampfflugzeuge in die Luft geschickt. Das teilte das operative Kommando der polnischen Streitkräfte im sozialen Netzwerk X mit.
Das Kommando erklärte, im polnischen Luftraum seien Kampfjets sowie ein Flugzeug zur weitreichenden Luftraumaufklärung im Einsatz. Bodengestützte Luftabwehrsysteme sowie Radaraufklärung wurden in Bereitschaftszustand versetzt.
Das Militär führte weiter aus, man habe die notwendigen Kräfte und Mittel gemäß den geltenden Verfahren eingesetzt. Diese Maßnahmen seien präventiver Natur und dienten dem Schutz des polnischen Luftraums, insbesondere in den Gebieten, die an bedrohte Territorien angrenzen.

Das operative Kommando teilte auch mit, dass in der Nacht zum 30. Juli um 3:40 Uhr Ortszeit im polnischen Luftraum ein unbekanntes Objekt registriert worden sei, das sich in Richtung Westen bewegte. Zur Identifizierung und zum Abfangen wurde ein F-16-Kampfjet entsandt. Das Objekt verschwand jedoch um 3:46 Uhr wieder vom Radar, berichtet Polskie Radio.
In der ostpolnischen Wojewodschaft Lublin war ein lauter Knall zu hören. Die Polizei entdeckte zwischen den Ortschaften Tarnawa-Kolonia und Tokary einen Krater sowie Trümmerteile eines nicht identifizierten Objekts. Der Krater liegt auf einem Feld, rund 2 km von der nächsten Bebauung entfernt. Die Meldung ging um 5:00 Uhr Ortszeit bei der Notfallzentrale der Wojewodschaft ein.
Am Vortag hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, russische Streitkräfte hätten im Hafen von Odessa ein Reservoir mit Brenn- und Schmierstoffen für die ukrainischen Streitkräfte sowie im Hafen Juschny zwei Frachtschiffe mit Militärgütern angegriffen. Zudem war im Schwarzen Meer nordwestlich der Schlangeninsel ein Schiff getroffen worden, das Ladung für die ukrainischen Streitkräfte in den Hafen von Odessa transportierte. Auch am Abend des 28. Juli und in der Nacht auf den 29. Juli hatten russische Drohnen im Hafen von Nikolajew Lagerobjekte für Militärgüter sowie Reservoire mit Brenn- und Schmierstoffen für die ukrainischen Streitkräfte angegriffen.
Das russische Verteidigungsministerium hat wiederholt betont, dass Angriffe ausschließlich auf militärische und energetische Objekte der Ukraine sowie damit verbundene Infrastruktur erfolgten.
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