Armes Österreich? Brutale Kommentare zu Meinl-Reisingers Jogging-Video

Die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat ein kurioses Video auf Instagram veröffentlicht. Darin filmt sie sich schwer atmend beim Joggen am Donaukanal und verkündet stolz, sie habe "eigene Butter" produziert – durchs Laufen. Am Ende bestreicht sie ein Brot mit der selbst erlaufenen Butter. Das Video sorgt im Netz für Spott.

Schwer atmend, mit hochrotem Kopf und sichtbar erschöpft, filmt sich Außenministerin Beate Meinl-Reisinger beim Joggen am Donaukanal.

"Wien ist eine großartige Stadt, nächstes Mal mache ich das auch",

sagt sie mit einem Seitenblick auf zwei Schwimmer im Wasser.

Die NEOS-Politikerin hat sich selbst als "Instagram-Opfer" bezeichnet und wollte den aktuellen Viral-Trend unbedingt ausprobieren. Am Ende des Clips bestreicht sie stolz ein Brot mit selbst erlaufener Butter.

Das gut 30 Sekunden lange Video, das Meinl-Reisinger am Sonntag auf Instagram veröffentlichte, sorgt seit Montagmorgen für reichlich Diskussionsstoff.

In der Videobeschreibung schreibt sie:

"PS: Wer geht mit mir mal zum Donaukanal schwimmen?",

und markiert ausgerechnet die Wiener Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (NEOS) und Bettina Emmerling (NEOS).

Der Clip ist Teil einer aktuellen Social-Media-Challenge, bei der Prominente und Influencer sich beim Sport filmen und am Ende behaupten, sie hätten "eigene Butter" produziert – ein humoristischer, und etwas absurder, Verweis auf die Anstrengung des Laufens. Meinl-Reisinger wollte offenbar zeigen, dass sie "mitten im Leben" und nah bei den Leuten ist. Herausgekommen ist ein Clip, der zwischen peinlich und sympathisch changiert – je nach Betrachter.

Die Kommentarspalten unter dem Video sprechen eine deutliche Sprache.

"Dazu fehlen einem nur die Worte! Zum Glück darf man nicht mehr sagen, was man denkt. Armes Österreich!",

heißt es in einem der ersten und meistgelikten Kommentare. Andere werden noch direkter:

"Du bist nur peinlich."

Ein weiterer Nutzer schreibt: 

"Mein Kind wusste das bereits im Alter von sieben Jahren – das sagt eigentlich alles über das Niveau unserer Politiker."

Innerhalb weniger Stunden sammelte das Video mehrere Tausend Kommentare – die überwiegende Mehrheit kritisch bis hämisch.

Viele Nutzer bemängeln das Timing: Während in Österreich über Teuerung, Migration und die aktuelle Regierungskrise diskutiert wird, filmt die Außenministerin sich beim Joggen und streicht Butter auf Brot.

Beate Meinl-Reisinger, seit 2024 Außenministerin in der schwarz-blauen Koalition, gilt als eine der medienaffinsten Politikerinnen des Landes. Sie nutzt Instagram und TikTok regelmäßig, um Politik "nahbar" zu machen. Der aktuelle Clip sollte offenbar genau diesen Image-Effekt verstärken – und ist damit genau in die Falle getappt, die viele Politiker in den vergangenen Jahren erlebten: Was als sympathischer Versuch gedacht war, wirkt bei vielen einfach nur noch peinlich.

Ob Meinl-Reisinger auf die massive Kritik reagieren wird, bleibt abzuwarten. Die Einladung zum Schwimmen im Donaukanal hat sie jedenfalls schon ausgesprochen – Christoph Wiederkehr und Bettina Emmerling haben bislang noch nicht geantwortet.

Mehr zum Thema ‒ FPÖ attackiert Meinl-Reisinger wegen Flugausgaben: 261.000 Euro in drei Monaten